Reglement Version 5

Die aktuelle, aus der freigegebenen RS abgeleitete Textfassung

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Stand: 11.09.2026 · Sporttext vom 03.09.2026, Dokumentbezug RS v0.8.

Diese neue Textfassung setzt die bestätigten Projektentscheidungen und RS v0.8 um. Die unveränderten Fahrzeug-, Ausrüstungs- und Streckenvorgaben stammen aus Reglement Version 4 vom 09.01.2026. Sie ist noch nicht im Produktivsystem aktiviert oder öffentlich veröffentlicht. Historische Saisons behalten ihre jeweils zugeordnete Reglementversion.

1. Organisation und Verantwortlichkeiten

Der Trophyorganisator organisiert die Meisterschaft, legt Rennwochenenden fest, verantwortet die Gesamtwertung und prüft die Teilnahmefahrzeuge auf Einhaltung des Reglements. Bei übergeordneten Diskussionsfragen hat er das letzte Wort.

Die Rennleitung organisiert das jeweilige Event, legt Ort und Strecke fest, entscheidet über das Renngeschehen und verantwortet die Auswertung. Die Rennleitung darf selbst mitfahren. Im TimeMachine-System werden entsprechende Aktionen durch die zugewiesene Rennleitung oder einen Trophyorganisator ausgeführt.

Teamcaptains vertreten ihre Teams. Einzelfahrer vertreten sich selbst. Ist ein Teamcaptain nicht verfügbar, benennt sein Team einen Vertreter. Die Teamcaptains nehmen die Strecke einstimmig ab und können Streckenanpassungen mehrheitlich veranlassen. Diese organisatorische Funktion ist keine zusätzliche Systemrolle; Abstimmungen müssen nicht in der App dokumentiert werden. Die Protokollierung einer ausgeführten Korrektur oder eines Abbruchs bleibt davon unberührt.

2. Fahrzeugmaße

MerkmalVorgabe
Maßstab1:10
Radstand250 bis 260 mm
Spurbreite über Radaußenkantenhöchstens 215 mm
Bodenfreiheithöchstens 30 mm
Fahrbereites Gewicht einschließlich Karosseriemehr als 1.400 g

Die Spurbreite wird je Achse von der äußeren Kante des linken Rades bis zur äußeren Kante des rechten Rades gemessen, nicht zwischen den Radmitten.

Diese Grenzwerte beschreiben die Fahrzeugzulassung. Ein optionales Setupfeld oder ein technischer Datenbankspeicherbereich ersetzt keine Fahrzeugabnahme.

3. Chassis und Fahrzeugauswahl

Zugelassen sind die ausgelieferten Standard-Chassis und vergleichbare Modelle:

Vergleichbare Chassis müssen das übrige Reglement erfüllen und einzeln abgenommen werden. Die Modellbezeichnungen werden hier aus Version 4 fortgeführt.

Zum freien Training darf ein Fahrer mehrere Fahrzeuge mitbringen und verwenden. Nach dem freien Training legt er genau ein Hauptfahrzeug und optional ein davon verschiedenes Ersatzfahrzeug fest und stellt diese der Rennleitung vor. Die Auswahl bleibt für das Event nachvollziehbar erhalten.

4. Karosserie, Reifen und Zeitmessausrüstung

4.1 Karosserie

Zugelassen sind zu den Chassis passende Karosserien, auch von Drittanbietern, mit Vorbildern realer Fahrzeuge aus dem PKW-Segment. Geländewagen, Pick-ups, Monstertrucks, Buggys und Stadium Trucks sind nicht zugelassen. Die Karosseriehalter sind frei wählbar.

4.2 Reifen

Zulässig sind Tamiya Rally Block 1:10, 26 mm (50476), Pirelli Rally 26 mm (HPI H4468), X-Pattern (HPI H4790), Tamiya Profilreifen (TA-50810) oder vergleichbare Reifen anderer Hersteller beziehungsweise Plattformen. Die Härte der Reifeneinlagen ist frei wählbar.

Haftmittel beziehungsweise Traction Compound sowie Moosgummi- und Schaumstoffreifen sind verboten. Der Reifendurchmesser darf 72 mm, die Reifenbreite 28 mm nicht überschreiten.

4.3 Zeitmessung

Die Zeitmessung erfolgt mit kompatiblen SkyRC-Transpondern, dem SkyRC LapWiz Decoder und der TimeMachine App. Die frühere LapMonitor-Vorgabe entfällt. Ein eigener TimeMachine-Master oder eine parallel laufende SkyRC-App sind keine Betriebsvoraussetzung.

Jedem Fahrer wird eine programmierte Timing-ID zugeordnet. Alle seine im Event verwendeten Fahrzeuge benutzen dieselbe ID. Innerhalb eines Events darf eine ID nicht gleichzeitig mehreren Teilnehmern zugeordnet sein. Die Eventzuordnung bleibt trotz späterer Stammdatenänderungen unverändert. Eine Fahrer-Deaktivierung gibt die ID nicht automatisch frei; eine Wiederverwendung erfordert eine bewusste administrative Freigabe ohne betroffene laufende Events.

Vor zeitmessrelevanten Durchgängen wird die Messkette auf Betriebsbereitschaft geprüft. Die endgültige SkyRC-Einbauanleitung wird aus dem Hardware-Nachweis abgeleitet; die alte LapMonitor-Einbauposition wird nicht ungeprüft übernommen.

5. Motor, Getriebe und Akku

5.1 Motor

Zugelassen sind Mabuchi RS-540 Torque Tuned und Carson CB Cup Machine beziehungsweise CB Cup Machine 2.0. Ein vergleichbarer Ersatzmotor benötigt mindestens 23 Turns und darf bei 7,2 V höchstens 18.000 U/min erreichen. Er muss vor dem Renntag anhand seines Datenblatts vom Trophyorganisator einzeln abgenommen werden.

5.2 Getriebe

Die in Version 4 zugelassenen Tamiya-Originalgetriebevarianten bleiben zulässig. Die Gesamtuntersetzung liegt zwischen 6,5:1 und 10:1. Tuning-Getriebeteile und Ritzel von Tamiya und Drittanbietern sind bei freier Materialwahl erlaubt.

5.3 Akku

Zulässig sind LiPo, LiPo HV oder NiMH mit dem bisherigen Spannungsbereich 7,2 bis 7,8 V. Für LiPo gelten höchstens zwei, für NiMH höchstens sechs Zellen. Hersteller und Stecker sind frei wählbar. Die Spannungsangabe wird unverändert aus dem bisherigen Reglement übernommen; sie ist keine neue Ladeanweisung.

6. Tuning

Teile, die Originalteile einschließlich Hop-Up-Options lediglich im Material ersetzen und deren Funktion nicht verändern, sind erlaubt, sofern keine andere Regel verletzt wird. Dazu gehören beispielsweise geeignete Alu-/Carbonteile, Servohörner, Dämpferbrücken, Spurstangen, Achsschenkel, Karosserieanpassungen, Zusatzgewichte, Beleuchtung, einstellbare Spur und Sturz, Dämpferöle, Federn, CVD-Kardanwellen und Radmitnehmer. Die Fahrzeugmaße und übrigen Zulassungsregeln bleiben auch nach einem Umbau verbindlich.

7. Strecke

Jeder Teilnehmer bereitet pro Saison eine Strecke vor. Geeignet sind Parkplatz-, Dirt- und Hallenstrecken sowie Mischformen. Die Strecke ist 50 bis 100 m lang und auf Handling und fahrerisches Geschick ausgelegt, nicht auf hohe Endgeschwindigkeit.

Sprünge, Rampen und Höhenunterschiede, die unnötigen Materialverschleiß verursachen, sind zu vermeiden. Harte Hindernisse an Kurvenscheiteln und Durchfahrten müssen vermieden oder abgepolstert werden. Markierung und Absicherung können gemeinsam erfolgen; dafür sollen höchstens 30 Minuten benötigt werden. Die Rennleitung bereitet die Strecke soweit möglich vor und meldet benötigte Hilfe und Streckenteile rechtzeitig an.

Ort, Beschaffenheit und ungewöhnliche Eigenschaften werden vor dem Termin mitgeteilt. Die Abnahme erfolgt vor dem freien Training. Dabei erkannte Gefahrstellen und notwendige Anpassungen dürfen bis zum Qualifying behoben werden; danach wird die Strecke nicht mehr regulär verändert.

8. Eventablauf und freies Training

Ein reguläres Event besteht aus freiem Training, Qualifying und Rennabschnitt. Für das gemeinsame freie Training werden mindestens 30 Minuten eingeplant. Danach werden Haupt- und optionales Ersatzfahrzeug festgelegt.

Offizielle Events gehören zur Saison. Rein lokale Events gehen nicht in die offizielle Saisonwertung ein und werden nicht zum Server übertragen. Bei lokalen Events können Gäste ausschließlich mit Name beziehungsweise Nickname und Timing-ID teilnehmen; für sie werden keine Fahrzeug- oder Setupdaten verlangt.

9. Qualifying

Jeder Fahrer fährt seinen Qualifyingdurchgang allein. Die Startreihenfolge wird vorher ausgelost und für spätere Gleichstandsentscheidungen erhalten. Ein noch nicht bereiter Fahrer kann innerhalb der verbleibenden Reihenfolge nach hinten verschoben werden, ohne als Nichtstarter zu gelten.

Die Grundausprägung sieht 15 Runden vor. Die Rennleitung darf diese Zahl vor dem ersten Qualifyingstart wegen der Streckenlänge um höchstens fünf Runden nach oben oder unten anpassen. Für alle Teilnehmer gilt dieselbe Zielrundenzahl; nach dem ersten Start bleibt sie unverändert.

Die erste gültige Durchfahrt setzt den individuellen Startzeitpunkt und zählt noch nicht als Runde. Die nächste gültige Durchfahrt beendet Runde eins. Nach der festgelegten Zahl gültiger Runden endet der Durchgang automatisch. Bei vorzeitigem Ende bleiben bereits vollständig abgeschlossene gültige Runden erhalten. Ohne mindestens eine gültige Runde gibt es weder Qualifyingplatz noch Qualifyingpunkte; eine spätere Rennteilnahme bleibt möglich.

Die schnellste gültige Runde bestimmt die Qualifyingreihenfolge. Bei Gleichstand werden die zweitbeste, drittbeste und weitere gültige Runden verglichen. Sind alle gemeinsamen Vergleichsrunden gleich, gewinnt der Fahrer mit einer weiteren gültigen Runde. Bleibt bei gleicher Rundenzahl vollständiger Gleichstand, entscheidet die ursprüngliche Losreihenfolge; die frühere Position ist besser.

Die Eventleitung kann wegen Abkürzung oder Regelverstoß einzelne Runden mit Begründung ungültig markieren und eine irrtümliche Markierung zurücknehmen. Messwerte werden nicht geändert. Ein ausdrücklich abgebrochener Versuch wird nicht gewertet und kann vollständig wiederholt werden. Dies ist vom bloß vorzeitigen Ende einer Fahrt zu unterscheiden.

Die Eventleitung schließt das gesamte Qualifying bewusst. Noch nicht gestartete Teilnehmer werden vorher angezeigt; das Schließen ist nach Bestätigung trotzdem möglich.

10. Renndurchläufe und Startaufstellung

Die Grundausprägung umfasst sieben Renndurchläufe. Für jeden Lauf sind zunächst 15 Zielrunden eingestellt. Die Rennleitung darf die Zielrundenzahl je Lauf vor dessen Start ändern; eine Änderung betrifft nicht automatisch andere Läufe. Nach dem Start bleibt die für diesen Lauf festgelegte Rundenzahl unverändert.

Das erste Startfeld folgt dem Qualifyingergebnis. Teilnehmer ohne gültige Qualifyingplatzierung starten gemeinsam von der Fallback-Line. Spätere reguläre Startfelder folgen dem letzten gültig abgeschlossenen Renndurchlauf. Fehlt vor einem späteren regulären Renndurchlauf jeder gültig abgeschlossene frühere Renndurchlauf, bleibt das erste aus dem Qualifying abgeleitete Startfeld maßgeblich. Geteilte Laufplätze führen zu gleichen sportlichen Startplätzen. Eine verpflichtende Fallback-Zuordnung hat immer Vorrang.

Die Fallback-Line liegt wie bisher ungefähr zwei Meter hinter der letzten regulären Startmarkierung. Mehrere Fallback-Fahrer starten dort parallel. Ihre regulären Plätze werden freigemacht; dahinterliegende reguläre Fahrer rücken entsprechend nach.

Der Start wird bewusst durch die Eventleitung ausgelöst. Die Ansage lautet „5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Start“. Ereignisse vor dem Startsignal werden nicht gewertet. Die erste gültige Durchfahrt jedes Fahrers setzt dessen individuellen Start und zählt noch nicht als Runde. Es gibt keine automatische Fehlstartbewertung.

Erreicht der erste Fahrer die Zielrundenzahl, beginnt die Finish-Phase. Die anderen bereits gestarteten, noch fahrenden Teilnehmer beenden ihre aktuelle Runde; ihre erste gültige Durchfahrt in dieser Phase ist die letzte gewertete. Noch nicht gestartete Teilnehmer können dann nicht mehr nachstarten. Die Eventleitung kann die Finish-Phase bei dauerhaft ausgefallenen Fahrern schließen.

Die Laufplatzierung richtet sich zuerst nach der gültigen Rundenzahl, danach nach der früheren letzten wertbaren Durchfahrt auf gemeinsamer Zeitbasis. Bei gleicher Rundenzahl und gleicher Vergleichszeit wird der Platz geteilt. Wer ohne erste gültige Durchfahrt nicht gestartet ist, erscheint nicht im Laufergebnis, darf aber spätere Läufe wieder mitfahren.

11. Messwerte, Ungültigkeit, Abbruch und Wiederholung

11.1 Zeitvergleich

Runden- und Renndauern werden als Minuten, Sekunden und zwei Hundertstelsekundenstellen dargestellt, beispielsweise `01:23,45`. Eine Hundertstelsekunde entspricht 10 ms. Anzeige und sportliche Zeitvergleiche verwenden kaufmännisch auf 10 ms gerundete Werte; genau 5 ms Rest werden aufgerundet. Feinere Rohzeitunterschiede lösen keinen solchen Gleichstand auf. Dauern werden aus unveränderten Zeitwerten ermittelt und erst danach gerundet. Die originalen Messdaten bleiben unverändert erhalten.

Vor jedem Messdurchgang wird eine Mindest-Rundenzeit bestätigt. Sie bleibt nach dem Start unverändert. Ein Abstand genau auf dem Grenzwert ist gültig; kürzere Abstände zählen nicht als neue Runde. Ungültige Signale verlängern die seit der letzten gültigen Durchfahrt laufende Sperrzeit nicht.

11.2 Ungültiger Fahrer-Lauf

Bei Abkürzung oder Regelverstoß im Rennen wird ausschließlich der betroffene Renndurchlauf dieses Fahrers ungültig. Er erhält den Schlussrang hinter allen gültig gewerteten gestarteten Fahrern. Mehrere ungültige gestartete Fahrer teilen diesen Rang: Anzahl gültig gewerteter gestarteter Fahrer plus eins. Ein solcher Lauf zählt nicht als gültiger Laufsieg, auch wenn kein gültiger gestarteter Fahrer vorhanden ist und der rechnerische Schlussrang 1 lautet.

Die anderen Läufe und das gesamte Event des Fahrers bleiben davon unberührt. Für einen Nichtstarter wird ausschließlich in der Renn-Gesamtwertung der rechnerische Platz „Anzahl Eventteilnehmer + 1“ angesetzt. Ungültige gestartete Fahrer und Nichtstarter werden somit nicht gleichgesetzt.

Es werden weder Durchfahrten erfunden noch Zeiten geschätzt oder geändert. Ein zusätzliches Zeitstrafen- oder Rundenabzugssystem ist nicht vorgesehen. Die tatsächliche Ungültigkeitsentscheidung wird mit Verantwortlichem, Zeitpunkt und Begründung dokumentiert.

11.3 Abbruch eines Durchgangs

Ein abgebrochener Qualifyingversuch oder Renndurchlauf wird nicht gewertet; seine Rohdaten bleiben erhalten. Der Abbruch eines Laufs beendet nicht automatisch das gesamte Event. Bei allgemeinen technischen Störungen oder höherer Gewalt entscheidet die Eventleitung über Abbruch beziehungsweise Wiederholung. Eine Wiederholung wegen höherer Gewalt oder allgemeinem Technikversagen wird wie bisher mehrheitlich mit den anwesenden Teamcaptains und der Rennleitung entschieden; die Abstimmung muss nicht im System erfasst werden. Einzelfehler eines Fahrzeugs begründen keine automatische Wiederholung für das ganze Feld.

Wiederholungen abgebrochener Renndurchläufe werden nach den zunächst vorgesehenen regulären Läufen angeboten. Über jede Wiederholung wird ausdrücklich entschieden. Ein abgelehnter Versuch bleibt ungewertet. Die Wiederholung gehört zur ursprünglichen Laufnummer und verwendet deren ursprüngliches sportliches Grid, jedoch mit vorrangiger Anwendung inzwischen wirksamer Fallback-Zuordnungen. Bereits gefahrene Startfelder werden nicht rückwirkend verändert.

Nur der gültige Wiederholungsversuch geht für diesen Lauf in die Wertung ein. Auch eine Wiederholung kann erneut abgebrochen und wiederholt werden; das System gibt keine feste maximale Zahl vor. Der Rennabschnitt wird erst geschlossen, wenn über sämtliche offenen Wiederholungen entschieden wurde.

11.4 Abbruch des gesamten Events

Beim Eventabbruch wählt die Eventleitung ausdrücklich zwischen:

Ein unvollständiger, abgebrochener Durchgang wird durch die Wahl „mit Wertung“ nicht nachträglich gültig. Ohne überhaupt einen gültigen Wertungsanteil gibt es keine Punkte. Gewertete Abbrüche gehören nach Ergebnisfreigabe zur Saison-Grundmenge; ungewertete Abbrüche nicht.

12. Wartung und Fahrzeugwechsel

Zwischen Qualifying und erstem Rennen sowie zwischen den Läufen sind Wartungspausen von ungefähr zehn Minuten vorgesehen. Sie werden bewusst gestartet. Ansagen erfolgen fünf Minuten und eine Minute vor Ablauf sowie mit „Fahrer auf die Positionen“ am Ende. Die Eventleitung darf den nächsten Lauf bereits vorher starten; dadurch endet die Pause.

Der Ablauf der Pausenzeit löst keine automatische Strafe, Nichtteilnahme oder Fahrzeugwechselentscheidung aus. Maßgeblich bleiben die tatsächlich erfolgte Teilnahme und die Entscheidungen der Rennleitung.

Pro Fahrer ist im wertungsrelevanten Eventbereich höchstens ein Wechsel vom festgelegten Haupt- auf das festgelegte Ersatzfahrzeug erlaubt. Der Wechsel wird ausschließlich während einer laufenden Wartungspause unmittelbar vor einem Renndurchlauf markiert, auch zwischen Qualifying und erstem Rennen. Er gilt ab dem folgenden Lauf. In allen verbleibenden Läufen startet der Fahrer von der Fallback-Line. Eine Rückkehr zum Hauptfahrzeug ist nicht vorgesehen.

Wartung und ein noch nicht verbrauchter Fahrzeugwechsel sind auch vor einer Wiederholung möglich. Nach Ausfall des Ersatzfahrzeugs muss dieses repariert werden oder der Fahrer setzt folgende Läufe aus. Ein Fahrzeugwechsel ändert die Timing-ID des Fahrers nicht.

13. Punkte und Wertungen

13.1 Platzierungen und Punkte

Geteilte Plätze verwenden Wettbewerbsränge: Zwei Erstplatzierte führen zu `1, 1, 3`, drei Erstplatzierte zu `1, 1, 1, 4`.

PlatzRennpunkteQualifyingpunkte
14020
23417
32814
42211
5168
6105
ab 700

Bei einem geteilten punkterelevanten Platz werden die Punkte sämtlicher belegter Rangpositionen gleichmäßig geteilt. Beispiel: Zwei gemeinsame erste Plätze der Renn-Gesamtwertung erhalten jeweils `(40 + 34) / 2 = 37` Rennpunkte; der nächste Fahrer ist Dritter und erhält 28 Punkte. Es gibt keine verlustbehaftete Zwischenrundung. Ein geteilter erster Platz zählt für jeden Beteiligten als ein voller Sieg, nicht als anteiliger Sieg.

Trophypunkte eines Events sind Rennpunkte plus Qualifyingpunkte. Ohne gültige Platzierung im jeweiligen Wertungsanteil werden dafür keine Punkte vergeben.

13.2 Renn-Gesamtwertung

Aus jedem gültig abgeschlossenen Lauf geht je Fahrer seine Platzierung in die Summe ein, einschließlich der festgelegten rechnerischen Schlussplätze ungültiger Fahrer-Läufe und der DNS-Plätze der Nichtstarter. Es entscheidet:

  1. Niedrigere Summe der Laufplatzierungen.
  2. Mehr gültige Laufsiege innerhalb dieses Events.
  3. Bessere Platzierung im zeitlich letzten gültigen Lauf, einschließlich einer
  4. zuletzt gefahrenen Wiederholung.

  5. Bessere Qualifyingplatzierung.
  6. Bei vollständigem Gleichstand geteilter Platz.

13.3 Event-Gesamtwertung

  1. Mehr Trophypunkte aus Renn- und Qualifyingwertung.
  2. Niedrigere Summe der Laufplatzierungen.
  3. Mehr gültige Laufsiege im Event.
  4. Bessere Position im zeitlich letzten gültigen Lauf einschließlich Wiederholung.
  5. Bessere Qualifyingplatzierung.
  6. Bei vollständigem Gleichstand geteilter Platz.

13.4 Saisonwertung und Streichresultate

Nur freigegebene gewertete offizielle Events dieser Saison zählen. Die Streichregel gilt pro Fahrer anhand seiner vorhandenen wertbaren Ergebnisse, nicht anhand einer für alle Fahrer gemeinsamen Zahl geplanter Saison-Events.

Standardmäßig sind zwei Streichresultate eingestellt. Bei `R` vorhandenen wertbaren eigenen Eventergebnissen und `D` Streichresultaten bleiben bei `R = 0` null, sonst `max(1, R − D)` Ergebnisse gewertet. Somit bleibt mindestens ein vorhandenes Ergebnis erhalten. Bei zwei Streichresultaten gilt:

Vorhandene FahrergebnisseGewertetGestrichen
000
110
211
312
422

Zuerst werden die niedrigsten Event-Trophypunkte gestrichen. Bei gleicher Punktzahl wird das in der festgelegten Saison-Eventreihenfolge frühere Event zuerst gestrichen. Ein tatsächlich vorhandenes Null-Punkte-Ergebnis ist kein fehlendes Ergebnis. Die Saisonreihenfolge entscheidet nach:

  1. Summe der gewerteten Event-Trophypunkte.
  2. Mehr Event-Siege aus genau diesen gewerteten Events des jeweiligen Fahrers.
  3. Mehr gewerteten reinen Rennpunkten ohne Qualifyingpunkte.
  4. Mehr Eventpunkten im jeweils letzten eigenen gewerteten Event; maßgeblich
  5. ist die festgelegte Saison-Eventreihenfolge.

  6. Bei vollständigem Gleichstand geteilter Saisonplatz.

13.5 Teamwertung

Der Teamwert ist der arithmetische Mittelwert der Saison-Trophypunkte aller zum Berechnungszeitpunkt aktiven und saisonbezogen dem Team zugeordneten wertungsberechtigten Fahrer. Alle zählen gleich, auch aktive Fahrer mit null Punkten. FreeRider gehen nicht in die Teamwertung ein. Ein Team ohne wertungsberechtigte aktive Fahrer wird als nicht gewertet geführt.

Erst der vollständige Mittelwert wird einmal kaufmännisch auf ganze Punkte gerundet. Danach entscheiden bei Gleichstand:

  1. Mehr gültige individuelle Laufsiege der Teamfahrer aus deren jeweils
  2. tatsächlich gewerteten normalen Trophy-Events.

  3. Mehr Qualifyingpunkte aus genau derselben Eventauswahl.
  4. Deutsche alphabetische Reihenfolge der Teamnamen ohne Unterscheidung
  5. zwischen Groß- und Kleinschreibung.

Die unabhängige Rocket-Auswahl verändert diese Team-Tiebreaks nicht. Beim Saisonabschluss werden Teamzuordnungen und maßgeblicher Aktivstatus festgeschrieben; spätere Deaktivierungen verändern die abgeschlossene Wertung nicht.

14. Saison-Awards

Trophy Winner: Der beziehungsweise die Erstplatzierten der normalen Fahrer-Saisonwertung erhalten den Award.

Rocket: Die Qualifyingpunkte werden in einer eigenständigen Best-of-Wertung betrachtet. Es gilt dieselbe Anzahl gewerteter Events wie bei der normalen fahrerbezogenen Saisonwertung, die Auswahl erfolgt aber unabhängig anhand der Qualifyingpunkte. Die höchste Summe gewinnt; bei gleichem Höchstwert wird der Award ohne weiteren Tiebreak geteilt.

Schnecke: Es zählen aktive Fahrer, die in mindestens einem freigegebenen gewerteten Saison-Event als Teilnehmer eingetragen waren. Es gibt keine Mindestzahl tatsächlicher Starts. Auch ohne gefahrenes Qualifying und mit null Punkten ist eine Auszeichnung möglich. Die niedrigste normale Saison-Trophypunktzahl nach Streichregel gewinnt; bei Gleichstand wird der Award ohne weiteren Tiebreak geteilt. Der aktive Teilnehmerkreis wird beim Saisonabschluss festgeschrieben.

Ohne passende wertbare Datengrundlage wird kein Award vergeben. Ein vorhandenes gültiges Null-Punkte-Ergebnis ist von einem fehlenden Ergebnis zu unterscheiden.

15. Ergebnisse, Betrieb und Reglementänderungen

Fahrer prüfen ihre Laufergebnisse eigenverantwortlich und melden Abweichungen möglichst vor dem nächsten Start der Rennleitung. Erfasste Daten werden zuerst lokal gesichert. Bei offiziellen Events werden sie bei Verbindung zum Server synchronisiert; nur freigegebene Ergebnisse erscheinen öffentlich. Eine sofortige Internetverbindung ist für einen laufenden Rennbetrieb nicht erforderlich.

Der vorgesehene Offline-Einsatz umfasst zwölf Stunden. Nach Ablauf wird gewarnt, ein laufendes Event aber nicht gesperrt. Vor einem neuen offiziellen Event ist dann eine erneute Onlinefreigabe erforderlich. Rein lokale Events bleiben auch danach ohne Onlinefreigabe möglich.

Ein geplanter Wechsel des Führungsgeräts eines offiziellen Events erfolgt zwischen Durchgängen, mit beiden Geräten online, vollständig abgeglichenem Datenstand, Freigabe der alten Führung und geprüfter Messkette am neuen Gerät. Bei Ausfall ist die Notübernahme auf den letzten verfügbaren konsistenten Serverstand begrenzt. Ein unterbrochener Durchgang wird nicht automatisch fortgesetzt.

Reglementparameter werden versioniert. Abweichende unterstützte Regeln müssen vor Anwendung als eigene Reglementversion feststehen. Eine referenzierte Version wird nicht überschrieben. Rückwirkende Änderungen einer laufenden Saison erfordern ausdrückliche Warnung und Bestätigung und werden blockiert, wenn historische Daten fehlen oder gefahrene Abläufe umgedeutet werden müssten. Abgeschlossene Saisons behalten ihre Reglementversion.

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Redaktioneller Ableitungs- und Prüfbezug: [Ableitungsnachweis](../04_Nachweise/Reglement/ableitung-v5.md). Die spätere öffentliche Darstellung verwendet den freigegebenen Reglementtext, nicht interne Migrations-, Sicherheits- oder Entscheidungsprotokolle.